UBUD, BALI.
Nach fünf Tagen an der Küste in Canggu ging es für mich nach Ubud, ins Zentrum von Bali. Ubud ist deutlich stärker von Touristen überlaufen, was vor allem auf den Film 'Eat, Pray, Love' (selbstverständlich einer meiner Lieblingsfilme) mit Julia Roberts zu schieben ist. Dies macht Ubud jedoch keinesfalls weniger schön, schließlich entdeckt man die schönsten Orte sowieso meist eher abseits des Trubels.
Ich begann meinen Aufenthalt mit einem Besuch im Affenwald von Ubud, was ohne Tollwut Impfung durchaus gewagt war, aber solange man den Affen nicht in die Augen schaut, und versucht sie so gut es geht zu ignorieren, lassen sie einen normalerweise in Ruhe. Zwar kam schom beim Betreten des Affenwaldes ein Affe auf mich zu gesprungen und brachte mich direkt in leichte Panik, aber das blieb zum Glück auch der einzige, der sich mir näherte. Ansonsten war es eine tolle Erfahrung die Affen so nah zu erleben (Bild 2 bis 4).
Danach lief ich noch zum Ubud Palace (Bild 5 und 6), wo ich mir an einem anderen Abend auch eine balinesiche Tanzaufführung (Bild 7) angesehen habe. Beziehungsweise anschauen wollte. Die Aufführung wurde aufgrund von monsunartigem Regen und schweren Gewittern direkt auf eine überdachte Bühne verlegt, zwar regnete es trotzdem unter das Abdach, aber die Aufführung fand trotzdem statt. Bis nach 15 Minuten der Strom ausfiel und das Problem auch nicht behoben werden konnte, sodass die Zuschauer nach Hause geschickt werden mussten.
An meinem zweiten Tag in Ubud nahm ich an meiner ersten Yoga-Stunde in der Yoga Barn teil, was mir sehr gut gefallen hat. Danach fuhr ich zum Tegenungan Wasserfall (Bild 8). Dort ist es mittlerweile leider sehr von Touristen überlaufen und die Einheimischen haben deswegen viele Verkaufsstände auf dem Weg zum Wasserfall und sogar direkt am Wasserfall aufgebaut, was das Bild etwas trübt. Ich konnte aber trotzdem ein paar schöne Bilder dort machen.
An meinem vorletzten Tag in Ubud wartete ein weiteres persönliches Highlight auf mich: die Tegalalang Reisterrassen (Bild 9 bis 12). Die Bilder davon sind zwar schon toll, aber wenn man dann tatsächlich selbst davor steht und sogar durch die Reisterrassen läuft, ist es einfach nur atemberaubend schön.
Am Abreisetag ging ich morgens noch einmal zum Yoga und danach zur Massage. Meine letzten Stunden in Ubud hätten somit perfekter nicht sein können.
Die folgenden zwei Tage verbrachte ich, wie schon im letzten Beitrag erwähnt, nochmals in Canggu und danach ging es für mich auch schon wieder zurück nach Australien, am 24. Dezember hatte ich tagsüber Zeit Adelaide zu erkunden, denn mein Bus fuhr erst um halb neun abends, sodass ich am 25. Dezember früh morgens wieder in Melbourne ankam.
Es fällt mir immer noch schwer zu realisieren, dass ich meinen großen Traum davon, Bali zu bereisen, nicht nur hab wahr werden lassen, sondern dass es schon wieder vorbei ist. Die ersten paar Tage auf Bali brauchte ich definitiv zum Eingewöhnen, an das Wetter, das Essen, die Menschen, die Lebensart. Es war alles so anders, als alles was ich je zuvor gesehen hatte, kein Wunder, schließlich war dies meine erste Reise in ein asiatisches Land. Aber sobald ich mich eingewöhnt hatte, habe ich meine Tage auf Bali vollends genossen und bin überglücklich, dass ich trotz Regenzeit und obwohl ich nicht einmal zwei volle Wochen dort war, und die ganze Zeit über vollkommen auf mich allein gestellt war, alles, was ich mir vorgenommen hatte, sehen konnte. Ich bin gespannt, ob es mich in der Zukunft noch einmal nach Bali ziehen wird, denn ein anderer Deutscher, der mittlerweile permanent auf Bali lebt, versprach mir an meinem letzten Morgen beim Frühstück: ,,Einmal Bali immer Bali".